@66697
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Pro
- die Werkbank in China fordert höhere Löhne ein, was eine Preisanhebung der Billigimporte nachziehen lässt.
- Die verschuldeten Staaten versuchen ihre Einnahmen zu erhöhen. Nicht nur durch Steuern.
- Zinsen sind nach wie vor niedrig. Einige Länder beginnen zwar mit Zinsanhebungen, aber bis die Zinsen richtig in die Höhe schießen, ohne die verschuldeten Staaten in Probleme zu bringen, kann noch viel Geld in einer Blase wandern.
Contra:
- Wer soll die Produkte aus China noch alles kaufen.
- Manche Überkapazität ist noch nicht abgebaut. (z.B. Häuser in USA). Die Autohersteller vermelden gerade eitel Sonnenschein, aber ich traue diesen nicht.
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Gruß Bärentatze
Zitat André Kostolany
"An der Börse ist alles möglich, auch das Gegenteil."
Die Fehler haben sich über Jahrzehnte aufgeschaukelt bis es gekracht hat. Alle Anstrengungen der Notenbanken und der Regierungen dienen nicht dem idiotischen Ziel eine Inflation loszutreten sondern galten der Verhinderung des Zusammenbruchs und der Verhinderung eine brutalen Deflation. Ziel ist es über Jahrzehnte, bei einem nur noch geringen Wachstum, die Wunden einigermaßen zu heilen. Das ist bis jetzt auch zum Teil gelungen. Leider hat mancher Lobbyeismus die Maßnahmen ineffektiver gestaltet und damit wir der Heilungsprozess eben etwas länger andauern.
Eins kann man mit Sicherheit feststellen. Alle welche die letzten Jahre auf die Weltuntergangspropheten gehört haben, sind heute falsch positioniert.
In meinem Beitrag #66700 ist mehr Arroganz durchgeschienen, als mir Recht war. Deshalb noch eine kleine Korrektur:
"a) man kann trotzdem beliebig darüber schwadronieren"
Damit darf ich nicht jeden Versuch, dieses dicke Brett zu bohren, von vornherein denunzieren. Insofern Entschuldigung für meine implizite Arroganz. Gedanken wie z.B. in #66699 sind ja ganz zweifellos vernünftig. Aber es bleibt mMn dabei, dass...
"b) für den praktischen Börsenerfolg ist auch nicht wirklich wichtig, ob wir in den nächsten Jahren eher deflationär oder inflationär laufen werden. Für die Spekulation ist wichtig, ein Gefühl dafür zu entwickeln, was die Mehrzahl der Marktteilnehmer diesbezüglich 1. glaubt und 2. glauben wird (dabei spielen Fundamentalmechanismen auch eine Rolle, aber nicht die entscheidende). Aus diesem Spread kann man Geld erzeugen. Wenn man kann... ;-)"
... der Versuch, aus überwiegend fundamental geprägter Analyse einen Verlauf vorherzusagen, einfach zu schwer ist. Aber für einen Spekulanten unter dem Strich eben auch unnötig, weil man ja nicht VoWi oder VoWi-Politiker ist (und dass die es trotzdem nicht können, haben wir auch ausreichend deutlich gesehen). Märkte/Preise/Kurse leben von Erwartungen, und insbesondere von der Änderung von Erwartungen (wofür übrigens auch Gold wieder ein gutes Beispiel ist).
Die Extrapolation von Steve Barry zur Entwicklung der US-Häuserpreise (aus Ritzholtz-Blog, # 682) finde ich sehr interessant und nicht unrealistisch. Der Chart ist inflationsbereinigt.
Eine ähnliche Preisentwicklung würde mich auch am Aktienmarkt nicht wundern. Bei einem Rückfall auf das Niveau von 1995, das Barry inflationsbereinigt ür die US-Häuser "prophezeit", ergäben sich, folgende Indexstände: (in Klammern der Stand von 1995, davor der Wert +60 % kulminierte Inflation seitdem)
DOW: 6400 (4000)
SP-500: 700 (440)
Nasdaq: rund 1300 (800)
Das entspräche Korrekturen von gut einem Drittel ab dem aktuellen Stand.
Das klingt zwar ultrabärisch, aber man darf nicht vergessen, dass sich der DOW von 1982 bis 2000 fast verzehnfacht hat - im wesentlich infolge von KGV-Aufblasung. Die Realwirtschaft ist im gleichen Zeitraum wesentlich langsamer gewachsen.
Gruß an Kübi: Feuchte Bärenträume gibt es hier im Thread sogar gratis ohne Abo ;-)
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http://www.ariva.de/...hung_in_nur_2_Monaten_t334991?page=0#jumppos24
Abshorten von Kichtürmen ist eine typisch antizyklische Strategie, die sehr erfolgreich sein KANN, aber äußerst tückisch ist: Der "alte Fuchs" Merkle hatte sich mit VW-Shorts ruiniert, obwohl er langfristig Recht bekam... Tops shorten ist wesentlich komplizierter ist als Dip-Buying an vermuteten mittelfristigen Akien-Tiefs.
Die Aktienpreise sind momentan nicht so überteuert wie die Hauspreise es immer noch sind. Die großen Aktiengesellschaften spiegeln auch nicht die nationalen Wirtschaften. Eine derartige Annahme ist mMn falsch. Große Multinationale Konzerne, welche weltweit präsent sind, erwirtschaften ihre Ergebnisse auch weltweit. Auch der DAX hat laufend weniger mit der deutschen Wirtschaft zu tun. Ich würde da eher ein Dreisatz mit der Luftfeuchtigkeit empfehlen.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Aktienkurse in den nächsten Monaten abstürzen werden. Sie würden allerdings nicht lange unten verweilen. Darin spiegelt sich einfach die höhere Volatilität gegenüber anderen Vermögenswerten. Solange die Wirtschaft nicht deutlich abstürzt, werden die Firmen sogar ihre Ergebnisse steigern, einfach durch weitere Optimierungen.
Wenn das so ist, dann sollten wir alle zu antizyklischen Dip-Buyern werden, statt uns - wahlweise durch zu frühe (antizyklische) oder zu späte (prozyklische) Einstiege - zu Tode zu shorten ;-)
Ein schwacher US-Housing-Markt geht zudem meist mit hoher US-Arbeitslosigkeit einher, was obige Korrelation stärkt.
Siehe dazu auch Stöffen hier:
http://www.ariva.de/...A_Baeren_Thread_t283343?page=2666#jumppos66658
http://www.marketwatch.com/story/...ecast-as-profit-misses-2010-07-29
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Der SP-500 hatte seit dem dem April-Hoch (1220) sogar 20 % verloren (1015), was viel ist für so kurze Zeit. Dem hätte bei einer 1 zu 1 Entwicklung DAX 5040 entsprochen.
Der DAX hatte sich allerdings zwischenzeitlich wegen der Euroschwäche, die vorteilhaft für die EU-Exportwirtschaft ist, und wegen der gut laufenden Asien-Geschäfte abgekoppelt.
Bei EUR/USD ist aber mMn das letzte Wort noch nicht gesprochen. Wir sahen in den letzten Wochen einen starken Shortsqueeze, der damit endete, dass fast alle spekulativen Short-Posis auf den Euro inzwischen abgebaut sind. Mit anderen Worten: Jetzt ist wieder Platz nach unten.
Auch bei den Credit Default Swaps auf die PIIGS gab es einen starken Short-Squeeze. Bei der nächsten Moody's-Abstufung und/oder schleppend verlaufenden Kapitalmaßnahmen (PIIGS-Banken) dürfte es wieder rauf gehen mit den Swaps und runter mit dem Euro. Das Szenario, dass Griechenland pleite geht und die Währungsunion zerfällt, ist noch längst nicht vom Tisch.
http://www.marketwatch.com/story/...lls-for-more-furloughs-2010-07-28
AMD und NVIDIA sind die beiden größten Hersteller von Grafikkarten. Wenn beide warnen, kann dies nur heißen, dass weniger Grafikkarten verkauft werden. Gleichzeitig sollen aber, wie IT-Analysten behaupten, die PC-Verkäufe weltweit stark angezogen haben. Wie ist das vereinbar? Haben PCs neuerdings keine Grafikkarten mehr?
Auch Symantec meldete Gewinnrückgänge und einen schwachen Ausblick (# 717).
Der vermeintliche PC-Boom ist vermutlich vor allem darauf zurückzuführen, dass Intel jede Menge Chips auf Halde produziert hat (in Erwartung eines Windows 7 Boom). Dass auch dieser nicht wie erwartet kommt, verrät ein Blick auf die Micosoft-Aktie (unten).
Bereits vor 2 Jahren gab es einen tückischen Pseudo-Boom bei der Einführung von Vista, dem damals neuesten Betriebssystem. Auch damals hatten vor allem Speicherhersteller vorauseilend ihre Kapazitäten ausgebaut. Doch Vista floppte, die Hersteller saßen auf Milliarden-teuren Fabs, die Speicherpreise, die sich auf dem Spotmarkt ähnlich volatil bewegen wie Öl, stürzten ins Bodenlose. Qimonda ging pleite.
Das könnte sich nun mit Vista wiederholen. Der PC-Markt ist gesättigt, alle vorhandenen PCs sind für Standardaufgaben völlig ausreichend, und die Prozessoren werden seit 2005 auch kaum noch schneller (immer noch unter 4 GHz). Es gibt daher weniger Innvationsdruck bzw. Kaufanreize, zumal wenn die Firmen an allen Ecken und Ende sparen wollen/müssen.
Nicht zuletzt untergräbt Apple mit 3 Mio verkauften iPads den PC-Markt.
MICROSOFT wirkt angeschlagen, und INTEL notiert bei 21 Dollar (dem Kurs VOR den "Sensationszahlen"....)
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http://finance.yahoo.com/q/pr?s=BBW+Profile
http://finance.yahoo.com/q/ks?s=BBW+Key+Statistics
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Angehängte Grafik: mcp.png
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@66697

Läuft und läuft
Bei der bislang zu beobachtenden Korrelation
Kelloggs - die Chips sind gefallen
Korrektur